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Projekttage an der Anna Haag Schule im Februar 2019

Von Mittwoch den 13.02.2019 bis Freitag den 15.02.2019 fanden an der Anna-Haag Schule die Projekttage statt. Hierbei ging es um Tanz, Wolle filzen, Wert des Essens, Schokolade, Erste Hilfe, Sitzmöbel aus Paletten, Wandern, Plastikmüll, der Nutztierhaltung, einem Kleiderbasar, den Räuber Hotzenplotz, der Farbe Rot und vielem weiteren mehr.

Die Schülerinnen und Schüler konnten sich in in gemischten Gruppen mit Teilnehmern aller Schularten der Anna Haag Schule auf unterschiedlichste Art und Weise ihrem Thema nähern, seien dies Internetrecherchen, Vorträge von Rednern, Erstellen von Filmen, dem praktischen Ausprobieren handwerklicher Tätigkeiten (wie zum Beispiel dem Herstellen von Schokoladenkonfekt, beim Töpfern mit Ton oder der arabischen Kalligraphie) oder auch Exkursionen unterschiedlichster Art (Besuch im Gericht, auf dem Bauernhof, im Landtag, bei Ritter Sport, bei Ausstellungen uvm.). Es gab sogar einige Schülerinnen und Schüler der Anna-Haag Schule, die eigene Projekte anboten (Paartanz, Plakate gegen Rassismus, Organisation eines Kleiderbasars…) und sich einmal von einer ganz anderen Seite in das Schulleben einbringen konnten.

Insgesamt waren die Projekttage eine gelungene Veranstaltung mit einem bunten und abwechslungsreichen Programm, bei dem sich jeder und jede einbringen konnte, neue Personen kennen lernte und etwas Neues mit nach Hause nehmen konnte. All die entstandenen Werke konnten am Freitag den 15.02.2019 beim Markt der Möglichkeiten, der im ganzen Schulhaus verteilt war, von allen Schülerinnen und Schülern, sowie Lehrerinnen und Lehrern bewundert werden.

Projekt Filzen: Von der Wolle zum Objekt

„Nach einer anfänglichen Erprobungsphase der verschiedenen Filztechniken wie Nassfilzen und Nadelfilzen widmeten sich die Schülerinnen selbst gewählten Projekten und gestalteten in diesen beiden Techniken unterschiedlichste Objekte.

Es entstanden in einer sehr kreativen Atmosphäre zahlreiche Kugeln, die dann zum Beispiel zu einem Untersetzer zusammengefügt wurden oder zum Beispiel aus der Fläche gefilzte Kindertaschen. Wieder andere Schülerinnen erweckten ganze Tierscharen mit Nadelfilz zum Leben oder gestalteten ein Ostermobile.

Am Ende konnte ein ganzes Klassenzimmer als Ausstellungsraum  mit den entstandenen Werken gefüllt werden und manch einen hat vielleicht sogar das Filz-Fieber erfasst.

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Projekt Schlaganfall

Im Projekt „Schlaganfall“ erfuhren und erarbeiteten die Schüler/innen Entstehung, Warnzeichen, Risikofaktoren, Krankheitsbild, Therapie und Pflege bei einem Schlaganfall und wurden für die Bedeutung eines schnellen Handelns sensibilisiert. Mit Hilfe eines „Simulatoranzugs“ fühlten sich die Schüler in das Krankheitsbild und den schwierigen Alltag eines Schlaganfallpatienten ein.
Die Schüler entwarfen einen Fragebogen und interviewten einen Teil der Backnanger Bevölkerung. Sie stellten fest, dass viele Menschen zwar den Schlaganfall als Krankheitsbild kennen aber detailliertes Wissen fehlt.

 

Projekt Wandern

„Das Wandern ist … des Schülers Lust“… Davon haben zumindest knapp 30 Schüler ihre Lehrer überzeugt!! Unter besten Wettervoraussetzungen und mit viel Essen im Gepäck traf sich das Wander-Projekt am Donnerstagmorgen direkt am Bahnsteig, um in Richtung Schwarzwald aufzubrechen. In Pforzheim angekommen, wurde nur schnell das Gepäck an der Jugendherberge abgeladen, damit direkt die längste und schönste Wanderstrecke, der große Rundwanderweg durch die Goldstadt, angetreten werden konnte.

Beeindruckende Ausblicke, herrliche Natur, Wälder und vor allem viel Sonnenschein mit strahlend blauem Himmel sorgten dafür, dass jeder mit jedem (egal welche Klassenstufe und ob man sich vorher kannte) ins Gespräch kam und  die vielen zurückgelegten Kilometer wie im Flug vergingen.

Am nächsten Morgen ging es nach einem leckeren und stärkenden Frühstück erneut auf Wanderschaft. Auch das teilweise sperrige Gepäck (Rollkoffer haben es schwer im Wald) wurde tatkräftig von allen Schülern gemeinsam den mühsamen Berg  und die steilen Abhänge hinauf- bzw. hinuntergetragen. Belohnt wurden alle mit den faszinierenden Wildtieren im Wildpark Pforzheim, die sich hervorragend füttern und fotografieren ließen. Am Ende konnten am Freitagnachmittag im Zug alle erschöpft dem wohlverdienten Wochenende entgegenfahren.

Besonders beeindruckt waren die Lehrer von dem großen Engagement und der Selbstständigkeit der Schüler: hochmotiviert und ohne viel Lehreranweisungen wurden die langen Wege herausgesucht und bestritten, sich gegenseitig geholfen, viel gelacht und vor allem bewiesen, dass das Wandern eine große Lust ist – super Projekttage!!

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Projekt Action Painting

Das Projekt "Action Painting" war auf vielen verschiedenen Wegen eine Bereicherung für uns. Zum einen war da die Tatsache, eigenständig ein Kunstprojekt zu organisieren. Das hat Jana und mir besonders gefallen. Durch das selbstständige Planen, Organisieren und Durchführen hatten wir das Gefühl, dass unsere Ideen an dieser Schule wahrgenommen und unterstützt werden. Auch konnten wir darüber einen Einblick gewinnen, welchen Aufwand ein Projekt im Bereich Bildender Kunst mit sich bringt und wie dies zu managen ist. Gerade ich konnte das erworbene Wissen aus dem Unterricht des Sozialmanagement und der Bildenden Kunst einmal in der Praxis anwenden.

Um die Eindrücke unserer Projektgruppe zusammenzufassen, war das Ergebnis der Projekttage die Begeisterung am Gestaltungsprozess der 3 Farbwände: Angefangen beim Herrichten für das Projekt, damit ist das Abkleben der Wände sowie das Zusammenstellen der Aufstellwände gemeint, war besonders das Mitdenken jedes Einzelnen zu beobachten. Ein Beispiel dafür war, dass alle sich Gedanken machten, in welche Richtung die Farbe spritzen könnten und was somit alles noch abzukleben wäre.

Am Tag darauf führten wir das Projekt durch. Besonders auffällig dabei war die Entwicklung im Vorgehen, nachdem bei der ersten Stellwand wahllos mit der Farbe und den verschiedenen Materialien experimentiert wurde, stellte sich ziemlich schnell heraus, dass eine gewisse "Strategie" benötigt wird. So machten wir uns gemeinsam Gedanken, wann welche Materialien benutzt werden oder auch welche Farbkombinationen am besten wirken. Bei der dritten und somit letzten Stellwand war deutlich bemerkbar, dass alle versuchten, eine gewisse Ordnung in der Unordnung des Bildes zu schaffen. So wurden beispielswiese mit heller Farbe am Ende noch Akzente gesetzt.

Am dritten und letzten Tag musste natürlich alles wieder aufgeräumt und geputzt werden. Außerdem mussten die Anzüge noch getrocknet sowie auf die Stellwände - in ihrer vorgesehenen Position - angebracht werden. Zu unserer Enttäuschung mussten wir feststellen, dass die Temperafarbe durch das Trocknen auf der der glatten Oberfläche der Stellwände abgeblättert ist. Trotzdem hatten die Stellwände noch genug Farbe um den richtigen Eindruck der Aktion rüberzubringen. Besonders schön waren am Ende die Reaktionen der Besucher. Viele waren von der Idee, Farbe auf eine Wand zu werfen, begeistert.

Zusammengefasst kann man sagen, dass wir gelernt haben, einen Gestaltungsprozess selbständig zu entwickeln: vom kreativen Chaos bis zu einem für uns stimmigen Ausdruck. Dieser Prozess verlangte Teamarbeit und Teamfähigkeit von allen Beteiligten, welches unsere Gemeinschaft stärkte. Zusätzlich konnten wir Erfahrungen sammeln, mit Spontanität, Ideenfindung, Entscheidungen und einem Plan B, so mussten wir als Team agieren. Als letzten Punkt möchte ich erwähnen, dass wir alle viel Freude mit dem Projekt hatten. Es war schön generell einfach die Möglichkeit zu haben, auch mal wahllos Farbe auf eine Wand zu werfen.

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Projekt Schokowerkstatt

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Projekt Sitzmöbel aus Paletten

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Projekt Sprüche gegen Rechts

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